Wine-Guide-Austria.com

Hier geht's zum aktuellen Wine-Guide-Austria in deutscher Sprache, dem ultimativen Nachschlagewerk zum österreichischen Wein.

 
Bookmark and Share

Wieder einmal...

Warum soll man eigentlich noch mit Linie fliegen?

Wieder einmal auf Linie gebucht, wieder einmal mieses Service, wieder einmal verspätet und die Caffé-Preise bei Zeit totschlagen. Wenn da nicht wenigstens das schöne Wetter wäre.

Wieder einmal...


Wieder einmal auf Linie gebucht. Diesmal Alitalia. Wieder einmal zu spät. Diesmal nur 40 Minuten. Wieder einmal sitze ich bei dem sauteuren Cafe Ritazza im Terminal „B“ im Untergrund des Wiener Flughafens, weil ich zur Lounge wieder durch die Sicherheitskontrollen müsste, ganz abgesehen davon, wie weit das zu gehen wäre.

Wozu hab ich eigentlich all diese bunten Plastikkarten, wenn ich dann doch die eineinhalb Stunden wieder ohne jeden Komfort mit Kaffee zu Wucherpreisen totschlagen muss. 2,50 Euro für einen halben Liter Mineralwasser in der Plastikflasche aus dem Selbstbedienungs-Regal. Ich denke, dass kein Mensch 35,- Schilling zahlen würde.

Harte, kalte Metallsitze, eigentlich sieht es hier unten aus wie in einer Ostblock-Wartehalle aus den Sechzigern. Wieder einmal mit dem Bus zum Flieger. Wieder einmal verbläst der nass-kalte Wind einem jede Frisur.

Kleinbus mit Flügeln.


Wieder einmal so ein VW-Bus mit Flügeln, diesmal heisst er Embraer 145. Wer über 1,80m gross ist, haut sich den Kopf an. Wer sich nicht auskennt und beim einchecken schon weiss, wo man in diesen Bonsai-Fliegern sitzen kann, muss sich in die schmalen Doppel-Sitze zwängen, in denen zwei Erwachsene Männer unmöglich nebeneinander sitzen können ohne sich dauernd zu stossen, geschweige denn etwas essen. Aber das spielt keine Rolle, denn zu essen gibt es hier sowieso nichts.

Bei Alitalia gibt es entweder eine staubtrockene Miniatur eines Weckerls, oder ein Sackerl mit 4 Keks. Heute gibt’s ein Mini-Cornetto, weil’s so warm ist… Getränkeauswahl, obwohl Wein und Bier in der Karte stehen: Cola, Orangensaft oder Wasser. Basta. Das nächste Mal flieg ich wieder mit Niki.

Wenn das Wetter nicht wäre.

In diesem kleinen Flugzeugen kann man nicht einmal vernünftig arbeiten, dazu ist es einfach zu eng. Also bleibt einem nach der Lektüre diverser Zeitungen nur das Fenster.

Nach kurzer Flugzeit macht der Blick aus dem Fenster allerdings vieles wieder gut. Strahlendes Blau mit kleinen Watte-Bäuschchen, die irgendwer dekorativ unter unserem Flugzeug verteilt hat. Immer wieder sehenswert: die Berge von oben. Ein paar davon ragen über die Watte – schneebedeckt. Und wo da überall Wege sind. Häuser. Dörfer. Was bewegt Menschen sich da anzusiedeln?

In jedes Tal hat irgendwer ein paar Häuser hineingestreut. Nie gleichmässig. Immer sieht das von oben aus als hätte man gewürfelt. Und dann jede Menge Seen. Kleine und grössere. Natürliche und solche mit Staudamm und Kraftwerk. Einige hoch oben im schroffen Gestein.

Die Stadt im Reisfeld.

Kaum wird die Landschaft wieder flacher, ertönt auch schon die Landeanflugs-Ansage. Mailand anzufliegen kann wunderbar sein, denn eigentlich liegt die Stadt mitten in Reisfeldern. Bis ca. Mitte Juni schillert dann das ganze Umland wie ein riesiger See mit unter einem Spinnennetz oder wie Tiffany-Glaskunst. Danach ist es dieses unvergleichlich intensive Grün, zu dem man sich fürs Foto immer den Buddhisten-Mönch in Orange herbei wünscht. Im September, nach der Ernte sind die eckigen Felder in allen möglichen Pastelltönen eingefärbt, von Ocker bis Umbra.

Leider wird die Bewölkung nun wieder stärker und ziemlich holprig kämpft sich unser kleiner Flieger unter die Wolken. Darunter die hässliche Industrie, die Autobahnen mit den bunten Schachteln, die Einkaufszentren beinhalten. Mailand ist wohl auch nur im Zentrum schön.

Wir sind insgesamt fast zwei Stunden zu spät. Mein Anschlussflug ist natürlich weg. Also wieder warten.

Dafür kostet der Espresso hier auch am Flughafen nur 85 Cent. Fast ein Drittel vom Preis in Wien. Das Glas Wasser ist gratis. Das Café heisst wieder Ritazza. Andere Länder, andere Preise…

www.alitalia.com

www.ritazza.com

www.sea-aeroportomilano.it

www.comune.milano.it

www.viennaairprot.com
© by Helmut Knall
last modified: 2007-07-18 14:13:06

Kommentar hinzufügen
Benutzername:
Passwort:
Überschrift:
Kommentar:

Wine-Times News-Ticker

Aus Vino Nobile di Montepulciano wird "NOBILE".

Seit den 1980ern, als Rotwein aus Italien auch international beliebt wurde, leiden die Wein-Produzenten aus Montepulciano, dass sie "als kleiner Bruder" des Brunello, also des Bruderweines vom Nachbar-Hügel, bezeichnet werden...
» weiter...

99 Tipps.

Völlig subjektive Tipps vom Knall. Weine aus allen möglichen Regionen Österreichs, Italiens und Deutschlands. Weil ich da dauernd bin. Und ein paar andere auch noch. Sehen Sie selbst.
» weiter...

Mithilfe erlaubt.

Diese Seite zu gestalten kostet viel Zeit und Geld. Wir möchten Sie trotzdem für unsere Besucher kostenfrei halten. Wenn Sie uns helfen wollen, lesen Sie hier weiter...
» weiter...
» Alle News...

Wichtige Links


als PDF downloaden