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Frühlings-Wein-Cup 2007.

Auch die "Platzierten" bieten viel Trinkspass.

Wenn das Leben in der Natur zurückkehrt, ist wieder einmal Hochsaison für frische, leichte Speisen und ebensolche Weine. Wir suchten und fanden die besten Muskateller, Welschrieslinge, Sauvignons und "leichten" Veltliner.

Frühlings-Wein-Cup 2007.
Weblinks


Junges Gemüse, frischer Fisch, knackiger Salat: Was passt dazu besser als ein leichter, frischer, fruchtbetonter Weißwein? Wieder einmal waren es über 80 Weine, deren Produzenten der Einladung zum Frühlings-Wein-Cup von Wine-Zimes und ÖGZ folgten und diese für
unseren saisonalen Test einsendeten.

Wir verkosteten Weißweine des Jahrgangs 2006 der Sorten Welschriesling, Grüner Veltliner, Muskateller und Sauvignon blanc mit einem Alkoholgehalt bis 12,5 Prozent. Freilich passen auch manche weiße Burgunder und Rieslinge ganz hervorragend zum Frühling und
seinen Genüssen, aber wir wollten diesen Weinen doch mehr
Zeit auf der Flasche lassen und werden uns ihnen beim Sommerwein-
Cup widmen.

Lagerfähigkeit.

Der Markt verlange den neuen Jahrgang immer zeitiger, weil der Österreicher immer noch Jungweintrinker ist, kann man von den Winzern oft fast entschuldigend hören, wenn manche Weine schon vor Jahreswechsel gefüllt werden. Es lohnt also für Gastronomen, hier zu
differenzieren und Kompetenz zu beweisen: Der aktuelle Jahrgang besticht durch ein besonders hohes allgemeines Niveau.

Aber nicht alle Weine sind Frühlingsweine – manchen „leichten“ 2006ern sollte man doch zumindest noch ein paar Monate Zeit geben. Als Faustregel gilt: Je kräftiger, desto später. War 2006 eben kein wirkliches
Leichtwein-Jahr, vermuteten wir bei manchen Proben, dass die 12,5 Prozent Alkohol auf dem Etikett in Wirklichkeit mindestens
12,8 Prozent entsprachen.

Wie dem auch sei: Die meisten 2006er fallen ohnehin nicht in die Kategorie „Frühlingswein“ – es gibt vergleichsweise wenige Tropfen unter 13 „Atü“. Bei dem Level des Jahrgangs wird es sich lohnen, so manchen Wein einige Jahre zu lagern und erst dann zu genießen. Die hier Getesteten jedoch zeichnen sich durch einen besonders hohen
„Frühlings-Faktor“ aus.

Tolle Team-Leistung.

Besonders herzlicher Dank gilt diesmal unseren Gastgebern Pablo
Meier-Schomburg und Bernhard „Börni“ Rieder. Die beiden unkonventionellen Gastro-Profis haben mit dem hochgelegenen
Restaurant „Das Turm“ im 21. und 22. Stock eines solchen gute Aussichten, eine großartigeLocation mit Leben und Gästen zu füllen. Angesichts der großartigen Team-Leistung von Service – danke Philipp und Ann-Kathrin – und Küche sind wir geneigt zu glauben, dass dies auch auf Dauer gelingen kann.

Börni Rieder hatte wieder einmal einen großen Tag und verwöhnte uns z. B. mit Schweinsbratensuppe oder der unglaublichen gesurten Ente in zwei Gängen: Nach einer doch langen Verkostung an einem spätwinterlichen Tag, bei der uns diesmal Pablo Meier-Schomburg zum „ÖGZ Wein-Quintett“ ergänzte, war das die wahrhaft ideale Labung
– aber dazu tranken wir natürlich gereifte Weine.

Text: Walter Tucek/ÖGZ.
Texte und Auswertungen bei den Weinen: Helmut O. Knall
Fotos:

Wir danken:

Das Turm – Restaurant mit Weitblick.

Wienerbergstraße 7, A-1100 Wien. Tel.: +43 (0) 1 607 65 00

www.dasturm.at

Das ÖGZ-Wein-Quintett:

Helmut O. Knall, Pablo Meier-Schomburg, Walter Tucek, Uschi Bammer, Josef M. Schuster


Welschriesling.

Beim Welschriesling brachen ja schon im letzten Jahr einige Winzer aus anderen Weinbaugebieten in die Domäne der Steirer ein. So auch heuer. Das kleine Weingut Hahn aus dem Weinviertel holt sich ex aequo mit den Brüdern Strauss aus Gamlitz den Sieg. Gleich dahinter mit
dem Weingut Schneeberger und Walter Skoff wieder zwei Steirer, dicht gefolgt vom nächsten Weinviertler, dem Weingut Taubenschuss. Aber auch zwei Burgenländer, wieder zwei Weinviertler und das Weingut Rotes Haus finden sich noch unter den Platzierten. Die Wertungen und das Ranking finden Sie über nebenstehende Links.

Muskat & Muskateller.

Hier holt mit Walter Skoff ein Steirer den Sieg. Aber auch hier drängen andere Weinbaugebiete stetig an die Spitze. Mit dem Weingut Malat steht das Kremstal neben Ploder-Rosenberg aus der Südost-Steiermark am Stockerl. Auf den Plätzen Winzer aus fast allen Weinbaugebieten, von der Wachau bis ins Burgenland. Auffällig auch die hohe Qualität, denn gleich acht Winzer liegen innerhalb eines einzigen Punktes.

Grüner Veltliner.

Gleich vorweg, die Veltliner-Verkostung war die, die uns am meisten Freude bereitete. Unglaublich schöne und typische Weine gibt es da heuer schon in den „leichteren“ Kategorien. Daher auch einige ex aequo Bewertungen. Auch beim Sieg: Das Senftenberger Weingut Proidl liegt mit dem Poysdorfer Weingut Taubenschuss gleichauf. Beide konnten mit
Sorten- und Regions-Typizität punkten. Nur knapp dahinter das Stift Klosterneuburg.

Auf den Plätzen diesmal ein Zweikampf zwischen Kamptal und Weinviertel. Jedenfalls: Bis zum „letzten“ Platz bieten heuer alle Grünen Veltliner aus allen Anbaugebieten saftigen und würzigen Trinkspaß.

Sauvignon Blanc.

Bei der zweiten Domäne der Steirer bietet sich ein ähnliches Bild wie beim Welschriesling. Winzer aus Kamp- und Kremstal, dem Burgenland und aus Wien drängen deutlich nach vorn. Den Sieg holt aber ein Südsteirer. Das Dreisiebner Stammhaus überzeugt mit einem sehr typischen Lagencharakter und erhält dafür auch gleich 18 Punkte.

Dahinter die Brüder Jurtschitsch, der Göttweiger Dockner, erfreulich Mayer am Pfarrplatz und der „Fredi“ Ploder-Rosenberg aus dem Vulkanland in der Südost-Steiermark. Mit Brolli-Arkadenhof, Walter Skoff und den Brüdern Strauss ist auf den Plätzen Gamlitz wieder stark vertreten. Auch ein ungarischer Wein konnte sich platzieren. Alles in allem auch hier sehr erfreuliche Qualitäten schon bei den einfacheren
Weinen. Da darf man auf die Lagenweine durchaus gespannt sein und ein
bisserl warten.
© by Helmut Knall
last modified: 2007-04-26 17:10:46

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