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Ich bin so wie ich bin und fertig.

„Wir sind die kleinen Musikanten. Woanders wären wir vielleicht Rockstars, aber bei uns halt nicht.“

Seit mehreren Jahren propagiert Birgit Denk mit ihrer Band das "laut" sein und auch das befreite "out" sein. Ein Interview mit der charismatischen Sängerin von Julia Pühringer.

Ich bin so wie ich bin und fertig.
Die Denk. (Alle Fotos: Lukas Beck)
Weblinks


Anlässlich ihres neuen Albums „Ausgsteckt in Rappoltenkirchen“ sprach die charismatische Sängerin mit Julia Pühringer über aufnahme- und partytechnischen Spaß, das Leben auf Tour, die österreichische Musikszene und ihre Jugend im Weingarten.

Erste Frage: Warum so früh wieder ein neues Album? Seit dem letzten ist ja erst relativ wenig Zeit vergangen…

Weil es eigentlich eine Zusammenfassung von dem was bisher geschah darstellt, und es uns wichtig war, solange das „ausgsteckte“ Feuer noch brennt, es am Köcheln zu erhalten. Wir wollten das nicht dann machen, wenn man das alles schon 2000 Mal gespielt hat und sich auf die Bühne schleift und sich denkt, eine Mandoline ist das furchtbarste Instrument, weil man’s nicht mehr aushält. Damit das nicht passiert, haben wir es zu einem Zeitpunkt aufgenommen, wo uns das extrem Spaß macht und das soll ja auch rüberkommen.

Wieso das Bildmaterial?

Das war quasi eine aufgelegte Geschichte, weil wir gewusst haben, es macht viel mehr Sinn, das live und mit Bild aufzunehmen. Weil das organische Gefüge Denk nur dann Sinn macht, wenn es auch gesehen wird. Und uns klar war, dass wir, wenn wir eine CD machen, wieder auf die Moderationsteile von mir, also meine Zwischenrederei, verzichten müssen. Das wollten wir auf gar keinen Fall und haben uns deshalb gesagt – dann nehmen wir die Rederei auch mit und mit einer DVD geht das am Besten.

Wieso schon wieder ausgesteckt?

Wir haben die letzten eineinhalb Jahr fast nur ausgesteckt gespielt, weil die österreichische VeranstalterInnen-Landschaft es einem leichter macht, in Lokalitäten zu spielen wo 100 Leute rein passen und dort nicht mit dem Ampeg-Verstärker, der E-Gitarre und dem Schlagzeug reinfahrt weil sich dann die Anrainer gestört fühlen und das Publikum sich die Ohren zuhalten muss, weil die Grundlautstärke eine zu große ist. Wir haben extrem viel ausgesteckt gespielt weil es die Möglichkeit gab, in kleinen und kleinsten Ortschaften Österreichs und Bayerns in dem Format – und nur in dem Format – zu spielen und wir deshalb gedacht haben, das ist die Zusammenfassung davon und deshalb das Live-Album. Und: es gab Nummern, die für mich, nachdem wir schon vor längerer Zeit neue Arrangements für das Ausgsteckt-Album geschrieben haben, so viel besser funktioniert haben. Es gibt Lieder, die finde ich persönlich ausgsteckt schöner.

Zum Beispiel?

„Sun“, zum Beispiel. Ich finde auch das Lied „Net was i wü“ viel schöner im Ausgsteckt-Format. Auch „Vaknoid“ in dieser extremen Variante mit einem Klavier und einer Sängerin – dem kann ich sehr viel abgewinnen.

Würdet ihr gerne mehr „laut“ spielen?

Beides. Mir persönlich ist es relativ wurscht, solange ich das Gefühl hab, ich kann beides machen, wenn ich möchte. Ich kenn in mir die laute Seele und die ausgsteckte Seele und sobald ich beides machen kann - egal wie oft - hab ich das Gefühl, dass ich als Musikerin alles machen kann, was ich gern möchte.

Bei einem lauten Konzert sind halt mehr Leute, dafür ist eine ausgsteckte Geschichte intimer, es gibt mehr Möglichkeit zu reden, weil das Konzert ruhig auseinanderfahren darf. Bei der elektrischen Version werd ich nicht soviel dazwischen reden, weil das sonst das Konzert zerschlägt – das sind einfach zwei komplett verschiedene Herangehensweisen, für mich und auch für die Band. Natürlich – das was mir ja vorschwebt, was für mich persönlich der Ausblick in die Zukunft ist, ist dass man das zusammenführt. Nicht so wie die Ärzte das gemacht haben, da gibt es dann das ausgsteckt-Set auf der Riesenbühne und spielen sie wieder elektrisch – so nicht. Sondern dass man von jedem das nimmt, was spannend ist, und das ineinander verwebt. Ich glaube schon, dass sich auch ein Akustik-Bass mit einer elektrischen Gitarre verträgt und ich glaube auch, dass sich eine Busuki mit einem elektrischen Bass verträgt und so Geschichten – auch dass man eine Hammond-Orgel hat und eine spanische Gitarre dazu nimmt. Ich fände das interessant, diese strenge Trennung zwischen laut und ausgsteckt aufzubrechen und zusammenzuschmieren.

Dieses „Doppelleben“ war also nicht geplant?

Dieses „Doppelleben“ war also nicht geplant?
Birgit Denk und die Herren.


Das hat sich so ergeben durch die Möglichkeit, im ausgsteckt-Format anders zu musizieren. Wir haben dann auch gesehen, dass wir mördermäßige Freude daran haben, ausgsteckt zu spielen. Es sind dann auch plötzlich Stärken einzelner Musiker herausgekommen, von denen wir vorher nichts gewusst haben – dass der Thomas „TT“ Tinhof sich multiinstrumental austoben kann ohne Ende, war mir nicht klar. Dass der nach zwei Monaten eine Mandoline spielen kann, wenn man sie ihm in die Hand drückt – der hat das ja nicht schon mit sechs gelernt. Das waren Sachen, die haben sich ergeben und das war schön. Auch der Ludwig als studierter Gitarrist, der dieses Spanische ja gelernt hat und dafür auch seinen Auszeichnungs-Bachelor-Titel trägt, das gehört schon ausgenützt, find ich.

In deinem Blog steht: „Das war ein gutes Jahr für Denk“ – warum?

Für mich ist es inzwischen musikalisch so: immer wenn sich etwas tut, etwas Neues weitergeht, man das Gefühl hat, da passiert was – dann ist das gut. 2006 war deshalb gut, weil wir im Februar ein neues Album herausgebracht haben und im November ein neues aufgenommen haben. Weil wir in Bayern gespielt haben und ich draufgekommen bin, dass die Bayern auf das stehen. Dass ich musikalisch viele Leute kennen gelernt habe, die auf der einen Seite „berühmt“ sind und liebe Leute und die auch wichtig sind und auf der anderen Seite viele Musiker kennen gelernt haben, die nicht berühmt sind, aber das gleiche machen wie ich. Das heißt ich hab das Gefühl, es bildet sich so was wie eine „Posse“. Wir haben einfach letztes Jahr wieder mehr gespielt als im Jahr davor und das war gut so und ich hab das Gefühl, das passt.

Ist also eine Weiterentwicklung zum Musikantentum als Vollzeitberuf absehbar?

Naja, seit Februar 2006 bin ich ja selbstständig und geh ja nicht mehr arbeiten – also geh schon arbeiten, teilweise viel mehr als früher, aber von der Anstellung her. Ich hab’s einfach probiert und hab am Ende des Jahres das Gefühl gehabt, das könnte sich ausgehen. Nicht gleich, aber ich leb damit und das wird 2007 noch besser werden.

Weil du von Bayern erzählt hast – wie war denn die Tournee?

Es war sehr lustig. „Mia ham uns alle sooo lieb ghabt“. Ka Schmäh - es war total nett, mit den Buben so lang unterwegs zu sein. Und mit unserm lieber Herrn Günther Grosslercher – es war wirklich sehr nett. Wir haben dann als Reisebegleiter auch noch den Herrn Schinderhannes alias Hannes Ringlstetter mitgehabt, auch der hat sich in dieses Gefüge gut hinein gefunden, was ja nicht leicht ist – aber er ist ja ein soziales Chamäleon.

Wir haben miteinander echt einen ziemlichen Spaß gehabt. Es war wirklich musikalisch, menschlich und partytechnisch alles da. Das andere war dieser Kick-off in Regensburg, wo wir bei einem Weinfest gespielt haben, auf dem ein paar Tausend Leute waren. Wir haben 65 CDs dort verkauft und die Leute waren begeistert – ich hab das Gefühl gehabt, denen gefällt das, die kriegen obwohl sie nicht Wienerisch sprechen, mit, was ich meine. Und sie finden das Wienerische sogar noch nett und international – weil wir ja nicht aus dem Land sind. Das heißt ich hab das erste Mal in meinem Leben das Gefühl gehabt, mich mag jemand allein schon weil ich nicht aus dem Land bin. Das war nett. Und das hat sich durch die Tour durchgezogen obwohl natürlich auch Gigs dabei waren, wo wir nur vor ein paar Leuten gespielt haben und Gigs dabei waren, wo wir vor vielen Leuten gespielt haben. Aber wir sind durch die Lande gezogen und das war wirklich spannend. Und, auch das war schön, wir hatten wirklich so halbwahnsinnige Leute mit, die sich Urlaub genommen haben – also Fans, die mitgefahren sind und uns begleitet haben. Man hat das Gefühl gehabt, das kann sich ausgehen. Es hat fabelhaft funktioniert.


Frontfrau in Österreich – ist das anders?

Ich weiß es ja nicht, weil ich kein Frontmann bin (lacht). Ganz ehrlich gesprochen: natürlich ist es extrem anders. Es ist anders weil Frauen als Frontpersonen auch in Österreich eine andere Geschichte haben, es gibt andere Bilder und Vergleiche. Wenn einer Frontmann ist wird er verglichen mit Fendrich, Danzer, Ostbahn-Kurti, Ambros.

Wenn man als Frau auf der Bühne steht, dann fallen den Leuten Werger, Maria Bill, Jazz-Gitti und Christl Stürmer ein. Es gibt also andere Bilder, die die Leute im Kopf haben. Ich hab mich aber eigentlich nie damit beschäftigt, was sich die Leute erwarten, was sie sich vorstellen. Dadurch dass ich auf der Bühne ja so bin wie ich als Person bin, weiß ich was passiert, wenn mich Leute zum ersten Mal kennen lernen – egal ob auf der Bühne oder im Kaffeehaus. Ich weiß, wie ich dann wirken kann – wo ich aufpassen muss, wo es mir wurscht ist. Deshalb hab ich mir eigentlich auch nie viel überlegt was ich darf, wo ich aufpassen muss…

Natürlich ist es so, dass gerade die Dialekt-Geschichte mit einer Frau eine Sache ist, wo ich nach Jahren natürlich weiß, dass das bei vielen Leuten am Anfang Schwierigkeiten macht. Die das „proletiger“ finden, als wenn das ein Mann macht. Dass das derber klingt, wenn das eine Frau macht – darauf werd ich oft angesprochen. Dass das sehr, sehr sehr proletig und sehr tief ist. Aber jetzt wo Christl Stürmer in einem Lied sogar „Scheiße“ singt, denk ich mir schauen wir mal, vielleicht darf man das dann auch wieder.


Wie siehst du andere Frontfrauen, die auf Deutsch singen? Christl Stürmer, Julia, Silbermond, etc.?

Na Gottseidank gibt’s ja wieder welche. Eine Zeitlang war’s ja ganz, ganz traurig in der Frauenabteilung vorne – Background ja, aber alles was drei Meter näher der Bühnenkante war…Es ist also jetzt besser, weil wieder mehr Frauen kommen, sehr verschiedene Frauen, das darf man nicht vergessen. Da wird schon mehr angeboten. Aber natürlich ist das wichtigste, dass man einfach so ist, wie man ist als Frau. Die Frauen, sie so sind, die funktionieren auch für die Leute. So wie Christl Stürmer, weil sie auf der Bühne so ist, wie sie ist. Das merken die Leute. Wenn die auf Vamp oder Intellektuelle oder extrem erwachsen machen würde, das würde man ihr nicht abnehmen, das wäre dann komisch.

Auch Luttenberg/Klug – das funktioniert bei den Leuten, die drauf stehen. Die sind halt sehr jung und aus Graz und finden das ganz super, dass sie berühmt sind. Ich hab letztens ein Interview gesehen, da wurden sie gefragt was 9 mal 5 ist und sie haben es nicht gewusst – ich hab mir gedacht, na und, dann weiß sie es halt nicht – ist sie jetzt eine schlechte Sängerin? Ich denke mir, solange die Leute so sind, wie sie sind, funktioniert’s. Sobald etwas aufgesetzt wird, ist es eigenartig. Das ist, als Zusatz, bei Männern auch nicht anders.

Idole, das ist was wo man durch muss.

Idole, das ist was wo man durch muss.
In Rappoltenkirchen.


Hast du Vorbilder?

Nicht mehr. Ich wollte so werden wie Luke Skywalker, das ist aber schon lange her (lacht). Obwohl ich mich immer als Frau oder Mädchen gefühlt habe, hab ich mich sehr oft mit Männern identifiziert. Einfach aus dem Grund weil so wenig Frauen da waren, die interessant gewesen wären. Ich hab aber Musik machende Frauen immer super gefunden, egal, was sie gemacht haben, einfach weil ich mir gedacht hab, „Ja die gibt es noch, juhu!“.

Ich hab dann aber immer das Gefühl gehabt, Idole, das ist was wo man durch muss. Das ist eine wichtige Phase, aber die muss man irgendwann abstreifen. So hab ich das, denke ich – wie ein Entwicklungspsychologe das wahrscheinlich jetzt skizzieren würde - recht gesund abgehakt.


Viele berühmte Sänger klagen dann ja über eine Art Schizophrenie – wie sie auf der Bühne sind und als Mensch. Das war noch nie ein Problem?

Nein, überhaupt nicht. Es ist wirklich so, dass ich so bin, wie ich bin. Und ich muss mich jetzt nicht meditativ in einen anderen Menschen verwandeln bevor ich die Bühne betrete, oder mich ansaufen. Ich bin so wie ich bin und fertig. Das Schwierige daran, wenn man immer man selber ist - ich bin halt nicht Falco oder Robbie Williams – ist, dass die Leute schnell das Gefühl haben, sie wissen, wie du bist. Wo ich mir dann denke - Blödsinn, weil sie wissen ja nicht, wie ich in Ios auf Urlaub bin, sondern nur auf der Bühne oder kurz davor oder kurz danach. Das ist das Einzige, was daran schwierig ist. Dass die Leute – und es ist mir natürlich klar, warum das passiert – das eher eindimensional betrachten und sich denken, ja, die hat immer einen Spruch drauf, und das wird immer so sein.

Natürlich ist das nicht immer so, sondern das ist auf der Bühne so. Und genauso wie der Kellner im Kaffeehaus der Kellner ist, ist er zuhause nicht so, wie er da als Kellner ist. Und es ist nichts Anderes beim Musik machen.


Bei der CD-Präsentation hast du ausgerechnet für den „Starmania“-Drittplatzierten Gernot das Lied „Star“ ausgesucht – wie hat der darauf reagiert oder hat er sich den Text gar nicht genau angeschaut?

Das weiß ich jetzt gar nicht genau. Ich hab nur gemeint, ich fände das lustig. Wenn ein Starmania-Typ das singt – und ich weiß, dass der Gernot an einem Dialektalbum arbeitet, also wäre das gescheit – Dialekt singen kann nicht jeder, und das wäre witzig. Ich hab ihm das dann schicken lassen und er hat gemeint, das macht er. Dann hab ich ihn noch gefragt ob ich den Text umschreiben soll, weil ich mir kurz überlegt habe, ob er das nicht in der Ich-Version singen soll, dann hat er gemeint, ein Duett wäre ok. Also wir haben uns durchaus über das Lied unterhalten.

Aber das Lied kann man ja so oder so sehen. Wenn man es oberflächlich betrachtet, kann man es durchaus als Abrechnung mit dem ganzen Star-Blödsinn sehen, man findet aber auch durchaus Textzeilen sehen wie „Du nutzt dei große Chance, die kann da kana nehmen“. Und so seh ich das auch. Die Nadine hat eine Chance gekriegt, die ganz viele Leute wollen – egal ob sie jetzt zwei Monate lang oder 20 Jahre Musik macht. Und wenn sie die jetzt nutzt, dann hat sie das für sich genutzt, und das sollte sie machen. Und das ist eigentlich die Idee dahinter: wenn man so eine Chance kriegt, egal, was sich die anderen überlegen – dann kann man sie für sich selber nutzen. Und wenn das der Gernot so verstanden hat, dann kann er das Lied mit stolzgeschwellter Brust hinunterschmettern.


Das heißt das Denk-Zitat „Bei uns bist a Musikant, woanders warst a Rockstar“ entbehrt jeglicher Kritik?

(Lacht). Das ist ein Satz, den ich immer schon so gerne in ein Lied verpacken wollte. Wir haben immer die Diskussion in der Band – was ist ein Musiker, was ist ein Musikant, was ist eine Musikerin, was eine Musikantin. Wir haben das für uns so definiert – der Musiker ist der, der’s gelernt hat, und der Musikant ist der, der’s tun muss aus sich heraus. Das heißt unter den Denks sind eigentlich bis auf den gelernten Herrn Ludwig Ebner und den Herrn Bertl Baumgartner, der hin und wieder Schlagzeugstunden genommen hat, alle Musikanten. Das haben sich alle selber beigebracht und sie spielen gerne, weil sie das einfach müssen. Und keiner will Lehrer sein und unterrichten.

Nachdem wir dann festgestellt haben, dass wir Musikanten sind, waren wir eigentlich schon der Meinung, dass wir auch super Rockstars wären – „wann uns wea lossat“. Wir wüssten, wie man da tut als Rockstar. Und ich glaub schon, dass das in Österreich so ist, das man eher das Kleine liebt. Und wenn dann groß, dann das ganz groß und international – so wie Falco, weil der hat in Hongkong gespielt - und sonst eher das Kleine sehr geliebt wird. Und das mögen wir ja auch. Darum heißt ja unser letztes Album „Ausgsteckt in Rappoltenkirchen“. Weil wir mit Stolz sagen, wir spielen in jedem kleinen Kaff, weil das ja sonst keiner mehr tut. Und alle Novarocks, wo die Menschen hingekarrt werden – wir sind die kleinen Musikanten. Woanders wären wir vielleicht Rockstars, aber bei uns halt nicht.


Ich weiß, du magst den Vergleich mit Kurt Ostbahn nicht. Aber hat euch diese Ostbahn-Fanbase nicht anfangs sehr geholfen?

Also mittlerweile hat es sich extrem vermischt. Also wir haben Ostbahn-Leute quasi direkt übernommen, die sind einfach umgezogen ins andere Haus. Das hat uns am Anfang extrem geholfen, weil es einfach persönlich nett ist, wenn man am Anfang nicht in leeren Hütten spielt, sondern 20 Leute dauernd da sind. Natürlich ist es am Anfang schwer, dass einmal die Leute kommen. Und wenn du dann einen Fix-Starter-Pool da ist, ist es super. Und im Lauf der Zeit haben wir uns auch Leute mitgenommen, die uns treu begleiten, die wir uns selber gefischt haben. Was mich auch manchmal wundert – wenn dann Fans sagen „ich war das erste Mal in Schwechat beim Open-air dabei“ und ich denk mir das ist irgendein Ostbahn-Fan. Also es vermischt sich langsam sehr schön.

Was sind eure Zukunftspläne? Auf der CD gibt es die Notfallsoption der Hilton- oder Ibis-Tournee mit Klavier und Sängerin?

Zukunftsplan ist der, wir wollen dieses Produkt den Leuten in Österreich noch vorstellen, das soll heuer einfach passieren. Es gibt genug Konzerte, wir fahren viel herum, auch nach München. Und Bayern lassen wir jetzt nicht so schnell vom Haken, wir haben dort viele Leute, die darauf ansprechen, wir wollen deshalb auch im Oktober dort noch einmal eine kleinere Runde machen. Wir wollen aber auch Bundesländer erobern, in denen wir noch nicht waren – das heißt wir werden heuer erstmals im Juli in Kärnten spielen, ich freu mich schon sehr. Also Neuland erobern, die Menschen wieder besuchen, die uns gern sehen. Und nebenbei natürlich weiter Nummern schreiben und für die nächste Geschichte arbeiten.

Ihr werdet also nach und nach die Welt erobern…

Also wir haben klein im Jahr 2000 begonnen haben, aber da ist ja inzwischen schon viel passiert. Und so haben wir das weiter vor.

Dieses Interview ist für ein Wein-Magazin. Kurze Frage: Bier oder Wein?

Ich bin ja familiär, erblich quasi, sehr vorbelastet. Meine Mama ist die Tochter eines Weinbauern aus Carnuntum. Das heißt ich stand im zarten Alter von vier, fünf, sechs Jahren schon in den Gummlern im Weingarten und hab Weinreben geschnitten und hab Wein gelesen. Und auf der anderen Seite ist mein Papa gelernter Bierbrauer - ich bin also erblich zerrissen ohne Ende. Das schnelle Getränk ist für mich das Bier, das Getränk zum Essen und zum Genießen und für den einen oder anderen besonderen Augenblick ist das Achtel Weiß, ich bin persönlich auch wegen der Lage der Weinregion, aus der ich herkomme, diese Carnuntum-Gegend, gar keine besondere Rotweinliebhaberin, wie Frauen ja so gern nachgesagt wird, ich hab eher gern einen sehr reschen Weißen, der Grüne Veltliner ist so mein erstes Getränk, wenn ich es mir aussuchen darf. Und ich bin noch immer brav am Wein lesen jeden Herbst, ich weiß persönlich wie’s funktioniert und hab daran sehr viele schöne Kindheitserinnerungen.

Und meine Oma hat in der Tabakregie gearbeitet, die hat die Tschick gedreht. Damit wäre also alles abgedeckt. Nur Fleischhauer hab ich keinen in der Familie…

Bier ist mehr so das, was man halt so trinkt. Aber wenn man am Wochenende dann wieder fein speist in Götzendorf, dann hab ich gern einen Wein dazu, einen weißen.

Birgit Denk: „Ausgsteckt in Rappoltenkirchen“.

Birgit Denk: „Ausgsteckt in Rappoltenkirchen“.
Und so schaut's aus. Die CD-DVD.


CD und DVD.

Birgit Denk gibt es „elektrisch“ oder „ausgesteckt“. Aber egal in welcher Form, diese Frau und ihre ebenso begnadeten Herren rocken definitiv. Auf diesem Tonträger hört man dies endlich nicht nur, sondern sieht es auch. In den Specials ist sogar die langwierige Kleidersuche dokumentiert. Wer’s gern „laut“ mag, kauft sich einfach die CD gleichen Titels.

Alle Infos und Hörproben gibt es auf der Homepage www.bdenk.at

Aktuelle Konzerttermine:

17.07.07 Bleiberg/ Pirkdorfer See / Lake07
Elektrisch um 19:30, mit Alkbottle, Russkaja und Krautschädl

27.07.07 Maria Anzbach/ Zum goldenen Löwen
Ausgsteckt

04.08.07 Innsbruck/ Marktplatz
Elektrisch, im Rahmen der "Euromania Roadshow" vorher: The Cure

06.08.07 Wien/ Theater am Spittelberg
Birgit moderiert den acousticClub, Eintritt frei

09.08.07 Graz/ Mariahilferplatz
Ausgsteckt

14.08.07 Mannersdorf/ Stadl der Mitzitant
Ausgsteckt, Kartenreservierungen unter www.assl.at

17.08.07 Wien/ Theater am Spittelberg
Ausgsteckt

01.09.07 Bruck a. d. Leitha/ Stadtfest
Elektrisch

03.09.07 Wien/ Theater am Spittelberg
Birgit moderiert den acousticClub, Eintritt frei

29.09.07 Wien/ Heldenplatz
Elektrisch im Rahmen der "Euromania Roadshow"

06.10.07 Rappoltenkirchen/ Pezi Haus
Ausgsteckt

20.10.07 Gutenbrunn/ Bühnenwirtshaus
Ausgsteckt

31.10.07 Wien/ Metropol
Ausgsteckt, "Weltspartag Konzert"

03.11.07 Csaterberg/ Gasthof zum Weinberg
Elektrisch. vorher: Limetree

01.12.07 Braunau/ Gugg
Ausgsteckt

15.12.07 Fischamend/ Stand Up Club
Elektrisch
© by Helmut Knall
last modified: 2007-07-18 22:36:14

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