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Endlich Sommer!

Wine-Times und ÖGZ auf der Suche nach den besten Sommerweinen 2006.

Lange hat’s heuer gedauert, jetzt ist er da. Und damit die Zeit für den glasweisen Ausschank von „Sommerweinen“. Das Weinquartett hat knapp 100 Weine mit perfektem Preis-Leistungs-Verhältnis verkostet. Das Ergebnis ist erfreulich...

Endlich Sommer!
Gross Auswahl. Lange Verkostung.
Weblinks


Sommer. Sonne. Schanigarten.

Gerade im Gastgarten oder auf der Terrasse ist jetzt die Zeit für ein erfrischendes Achterl. Qualitätswein mit wenig Alkohol und viel Geschmack. Mit günstigem Einkaufspreis, gut zu kalkulieren. Wir haben heuer leichte Grüne Veltliner und weisse Cuvées verkostet, die viel Geschmack bei wenig Alkohol bieten.

Interessant auch die anhaltende Nachfrage nach Rosé, weswegen wir auch diese Gruppe wieder unter die Lupe genommen haben. Nur bei der Ausschreibung für „leichte“, frisch zu trinkende Rotweine haben die Winzer wohl doch noch etwas gefroren, denn die wenigen Rotweine, die wir eingesandt bekamen, sind doch eher für einen kühlen Sommerabend, aber die soll es ja in Österreich auch manchmal geben.

Das Wine-Times-ÖGZ-Weinquartett.

Das Wine-Times-ÖGZ-Weinquartett.
Das Weinquartett.
Da unsere Themen-Verkostungen, die von ÖGZ und Wine-Times gemeinsam organisiert werden, immer mehr Zuspruch finden, haben wir das Wein-Quartett konstituiert. Walter Tucek und Wolfgang Schedelberger von der ÖGZ, Josef Schuster Winzer und Weinhändler von Del Fabro, sowie Helmut O. Knall, der Herausgeber von Wine-Times bilden das fixe Verkoster-Team.

Gäste sind willkommen. So verstärkte uns diesmal wieder Wein-Fachfrau Uschi Bammer mit spitzen Kommentaren aus ihrer unerschöpflichen Aromenfundgrube aus Küche und Garten.

Trinkspass mit wenig Promille.

Trinkspass mit wenig Promille.
Warten auf Pinot.


Gerade Österreichs Paradesorte Grüner Veltliner zeigt auch im Bereich zwischen 11 und 12% Alkohol viel Frucht und Würze gepaart mit knackiger Frische. Das passt gerade zur sommerlichen Küche, zu Salaten und leichten Fischgerichten aber auch zum obligaten Schnitzerl.

Auch wenn die etwas kräftigeren Veltliner im Ranking logischerweise etwas weiter vorne platziert sind, zeigen doch gerade auch die „Leichtgewichte“ um 11% viel Trinkspass: Beispielsweise der „per due“ von Hermann Moser (Der Name soll ja auch ausdrücken, dass man von diesem locker eine Flasche zu zweit trinkt), oder der „Hefeabstich“ von Wimmer-Czerny, die als „Leicht & Trocken“ bezeichneten Veltliner von Bründlmayer, Wieninger, Edlmoser, und der „Lust & Laune“ von Zull; alles Weine, die mit 11-11,5% Alkohol richtig Trinkspass mitbringen.

Die Reihung dominieren eher bekannte Namen, was beim schwierigen Sommer 2005 auch kein Wunder ist, hier war sehr viel geschickte Weingarten-Arbeit notwendig, um saubere Weine zu produzieren. Das gelang Kurt Angerer am besten. Dicht gefolgt von den Freien Weingärtnern, die mit dem neuen Team einen gewaltigen Qualitätssprung geschafft haben. Auch in den Top-Rängen das Weinviertel mit Schloss Maissau, Pollerhof und Taubenschuss, sowie die Kamptaler Jurtschitsch, Schloss Gobelburg und Bründlmayer. Erfreulich auch die Phalanx der Wiener angeführt von Wieninger und Christ.

Bei den weissen Cuvées geht der Doppelsieg nach Wien, das „Rote Haus“ vom Nussberg und Fritz Wieninger zeigen, wie gut der klassische gemischte Satz sein kann. Wobei auch die Platzierungen mehr oder minder „Gemischte“ sind, wenn nicht direkt so im Weingarten gewachsen, dann dem alten Sortenmix nach empfunden: Platz drei geht an das junge Brüderpaar Strauss in der Südsteiermark vor Pfaffl’s „Wien 1“ und dem „Panther“ von Wohlmuth. Dahinter gleich wieder zweimal gemischter Satz aus Wien, vom Weingut Cobenzl, dessen neuer Kellermeister ausgezeichnete Arbeit geleistet hat und vom Weingut Zahel.

Bei den Rosé-Weinen gibt es heuer einen Kamptaler Doppelsieg durch Egmont Höfinger und Willi Bründlmayer, knapp vor Prieler und Graf Hardegg. Wunderschön auch wieder Taubenschuss, Jurtschitsch und der etwas eigenwillige „Rosé vom Pinot Noir“ vom Mayer am Pfarrplatz. Auch die platzierten Weingüter Göbel, Günter Fink, Freie Weingärtner, Hahn, Schwarz, Günter Triebaumer und Marko bieten sehr viel Trinkspass.

Die Überraschung gab es beim Rotwein. Auch wenn nur wenige Rotweine, und die nicht wirklich in den richtigen Kategorien eingesandt wurden, der Siegerwein von Toni Söllner würde sich auch in Bewerben mit reiferen Rotweinen gut schlagen, die Zweigelts von Bründlmayer und Göbel ebenfalls.

Alles in allem, eine spannende Verkostung, die zeigt, dass Österreich auch im leichteren Segment viele Weine mit Struktur und Trinkspass bieten kann – und das zu sehr erfreulichen Preisen.

In der ÖGZ-Printausgabe (siehe Linktipp) die Wertung der Jury im 20er System.

Alle Verkostungsnotizen und meine persönlichen Wertungen finden Sie im Wine-Times Wine-Guide unter dem Stichwort Sommerwein.

Die Rangliste.

Die Rangliste.
Dank an Christoph.


Top-Ten Grüner Veltliner.

1. Kurt Angerer, GV Kies, Kamptal, 16,7

2. FWW, Domäne Wachau, Kollmitz Federspiel, Wachau, 16,3

3. Schloss Maissau, Grüner Vetliner, Weinviertel
Pollerhof, DAC Phelling, Weinviertel
Taubenschuss, DAC Classic, Weinviertel
Hermann Moser, GV Karmeliterberg, Kremstal
16,2

4. Jurtschitsch, GV Loiserberg, Kamptal, 16,1

5. Schloss Gobelsburg, Messwein, Kamptal, 16

6. Wieninger, Leicht & Trocken, Wien
Christ, GV Bruch, Wien,
Malteser Ritterorden, GV Hundschupfen, Weinviertel
15, 8

7. Willi Bründlmayer, Leicht & Trocken, Kamptal
Egmont Höfinger, GV Steinsätz, Kamptal
15, 7


8. Lenz Moser, GV Prestige, Kremstal
Stift Klosterneuburg, Grüner Veltliner, Donauland
Gritsch in der Lauben, GV Bruck Federspiel, Wachau
Hannes Artner, GV Steinäcker, Carnuntum
15, 5

9. Hermann Moser, „per due“, Kremstal
FWW Pfarre Weissenkirchen, GV Federspiel,
Wachau
15,3

10. Zull, GV Lust & Laune, Weinviertel, 15,2


Top-Ten Weisse Cuvées.

1. Rotes Haus Nussberg, Gemischter Satz, Wien, 16,1

2. Wieninger, „wb“, Wien, 15,8

3. Strauss, „for you“, Süd-Steiermark, 15,7

4. Pfaffl, Wien 1, Wien
Wohlmuth, Panther, Süd-Steiermark
15,6

5. Zahel, Gemischter Satz, Wien, 15,5

6. Cobenzl, WG Stadt Wien, Wiener Satz, Wien, 15,4

7. Söllner, Goesing’a, Wagram-Donauland, 15,3

8. Humer, Grün Weisz, Neusiedlersee-Hügelland
Dockner, Dock-Göttweig, Kremstal
15,2

9. Edlmoser, „Vom Strand“, Wien
Wenzl-Kast, „Summertime“, Neusiedlersee
Domäne Müller, Zieregg, Süd-Steiermark
15,1

10. Wohlmuth, „GG“, Süd-Steiermark, 15


Top-Ten Rosé.

1. Bründlmayer, Langenloiser Rosé, Kamptal
Höfinger, Zweigelt Rosé Thal, Kamptal
16,3

2. Prieler, Rosé vom Stein, Neusiedlersee-Hügelland
Graf Hardegg, Cabernet-Merlot Rosé, Weinviertel
16,1

3. Taubenschuss, Zweigelt Rosé, Weinviertel
Jurtschitsch, Rosé vom Zweigelt, Kamptal
Mayer am Pfarrplatz, Rosé vom Pinot Noir, Wien
15,6

4. Göbel, Rosé St.Laurent, Wien, 15,4

5. Günter Fink, Fink Pink, Neusiedlersee
Freie Weingärtner Wachau, Steinfeder Rosé, Wachau
Hahn, Zweigelt-Rose, Weinviertel
14,9

6. Schwarz, Rosé, Weinviertel, 14,7

7. Günter Triebaumer, Blaufränkisch Rosé,
Neusiedlersee-Hügelland
Marko-Lukas Markowitsch, Rosé Cuvée, Carnuntum
14,3

8. Wendelin Paul und Andrea, Rosé, Neusiedlersee
Dockner, Der Rosa-Rote Dock, Kremstal
14

9. Domäne Müller, Der Seelenfreund, West-Steiermark
13,8

10. Leth, „Leth’s have Pink“, Wagram-Donauland, 13,7


Top Rote.

1. Söllner, Oibelos 2003, Wagram-Donauland, 16,6

2. Bründlmayer, Zweigelt 2004, Kamptal, 16

3. Göbel, Zweigelt Breiten 2004, Wien, 15,8

4. Günter Triebaumer, TRIE 2005, Neusiedlersee-
Hügelland, 15,6

5. Hillinger, Hungaro Hill 2005, Ungarn, Matrai Borvidek
14,7

6. Hillinger, Small Hill Red 2005, Neusiedlersee-Hügelland
14,4

7. Wenzl-Kast, Primus Pannonikus 05, Neusiedlersee,
13,6


Wir danken Christoph Winkler, der für uns sogar seine Küche verliess, um uns die knapp 100 Flaschen zu öffnen und dem restlichen Team von "apartement 02", 1020 Wien, Obermüllnergasse, die uns trotz Fussball-WM freundlichst bewirteten.
© by Helmut Knall
last modified: 2007-07-18 20:43:39

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