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Der Frühling kann kommen.

WineTimes und ÖGZ kosteten die besten Frühlingsweine.

Sie zieren sich noch, so wie der Frühling sich heuer gar nicht recht zeigen will. Aber man merkt doch schon, dass da schöne klassische Weissweine auf uns warten.

Der Frühling kann kommen.
Die Jury im Winetime.
Weblinks


Überraschungen und Konstante beim Fruehlingswein-Cup 2006.

Der Jahrgang 2005 bietet einige Überraschungen. Das liegt zunächst einmal ganz sicher am Wetter. Denn der eher regnerische Sommer brachte einige Winzer an den Rand der Verzweiflung. Speziell die zwei Tage Ende August, an denen es in manchen Gebieten mehr als 150mm Niederschlag gab, liessen viele Trauben platzen und mancherorts den Schimmel geradezu explodieren. Wer zu diesem Zeitpunkt schon komplett ausgedünnt hatte, war eindeutig im Nachteil. Erst Mitte September und dann im Oktober wurde es wieder richtig schön, das war allerdings für einige Rebsorten schon zu spät.

Für die meist später lesenden Kamptaler allerdings ein Segen, was man beim Riesling sehen – und schmecken kann. Die Stockerlplätze gehen geschlossen an das Kamptal, wobei Schloss Gobelsburg, Kurt Angerer und Willi Bründlmayer durchaus bekannte Namen sind, die Überraschung kommt aus Schiltern, wo Wolfgang Groll einen sehr feinen Riesling kelterte. Hinter den Kremstalern Proidl, Stadt Krems und Dockner zeigt erfreulicherweise der Riesling vom Mayer am Pfarrplatz wieder einmal, wie gut der Nussberg in Wien ist.

Ein wenig enttäuschend ist das Ergebnis allerdings beim Muskateller, der wohl kaum irgendwo an die Qualitäten der vergangenen Jahre anschliessen kann. Nur extremes Ausdünnen brachte halbwegs reifes Material und dann in extrem geringer Menge. In der Verkosterrunde wurde vermutet, dass sich einige Winzer heuer mit ein wenig Traminer oder Sauvignon – bis zu 15% gesetzlich erlaubt – beholfen haben, um noch etwas Dichte und Würze zu erreichen. Beim Muskateller haben die Steirer wieder einmal die Nase vorn: Walter Skoff, Dreisiebner, Ploder-Rosenberg und Tschermonegg holen sich die ersten Plätze, allerdings dicht gefolgt Manfred Bannert und Johann Diem aus dem Weinviertel, sowie Günter Fink aus dem Burgenland.

Beim Sauvignon-Blanc zeigt sich, dass der Trend, die Weine früh zu trinken gerade bei dieser Sorte unsinnig ist, denn fast alle brauchen einfach noch ein wenig Zeit auf der Flasche und zeigten sich noch zugeknöpft. Hier sind wir sicher, dass in zwei, drei Monaten die Wertungen deutlich besser ausfallen würden.

Hier wieder eine kleine Überraschung: Den Sieg holte sich das Weingut Ploder-Rosenberg aus der Südost-Steiermark vor Hannes Sabathi vom Kranachberg und Lukas Markowitsch aus Göttlesbrunn. Auch „Burgenland ganz in weiss“ zeigt mit Hans Moser, Helmut Lang und Günter Triebaumer kräftig auf.

Die grosse Überraschung ist aber wohl, dass die Burgenländer und Weinviertler bei der Haussorte der Steirer, dem Welschriesling, abräumen. Die ersten Plätze gehen an Monika Strehn aus Deutschkreutz – sonst eher für ihre eleganten Rotweine bekannt, Robert Frohner und Helmut Taubenschuss aus dem Weinviertel und an das Bio-Weingut MeinKlang von Werner Michlits in Pamhagen am Neusiedlersee. Erst auf den Rängen dann die Steirer: Skoff, Gießauf-Nell, Harkamp und Domäne Müller, wieder durchbrochen von Burgenländern und Weinviertlern.

Insgesamt kann man aber sagen, 2005 ist gerade noch einmal gut gegangen, die Weine sind fruchtig, frisch – eben „klassisch“ österreichisch. Die kleine Gruppe Riesling aus 2004 zeigt ganz deutlich, dass es gut ist, die Weine etwas reifen zu lassen, alle Vorjahrsrieslinge brillierten jetzt mit wunderbarer Struktur und Eleganz.

Den gesamten Artikel in der ÖGZ mit allen Fotos und den verkosteten Wein finden Sie hier als Link-Tip.

Die Jury:

Luzia Schrampf, Der Standard

Uschi Bammer, Wein-Consultant

Josef Schuster, Del Fabro,

Gerald Bayer, La Mercantile

Manfred Strametz, Weinbar „Winetime“

Walter Tucek, ÖGZ

Helmut Knall, Wine-Times

Wir danken Manfred Strametz und seinem Team von der Weinbar Winetime in 1070 Wien, Zollergasse 5 für die perfekte Abwicklung und Gastfreundschaft.

Top-Ten Welschriesling 2005.

1. Monika Strehn, Deutschkreutz, Mittelburgenland 15,3

2. Robert Frohner, Loidesthal, Weinviertel, 15 Punkte und Werner Michlits, Weingut MeinKlang, Pamhagen, Neusiedlersee, 15 Punkte.

3. Helmut Taubenschuss, Poysdorf, Weinviertel, 14,9

4. Walter Skoff, Gamlitz, Südsteiermark, 14,8 Punkte.

5. Giessauf-Nell, Klöch, Südost-Steiermark, 14,5

6. Anton Steineder, Maustrenk, Weinviertel, 14,3

7. Gerhard Schaller, Podersdorf, Neusiedlersee, 14,1 und
Christian Rainprecht, Oggau, Neusiedlersee-Hügelland, 14,1 Punkte.

8. Hannes Harkamp, Flamberg, Südsteiermark, 14

9. Domäne Müller, St. Florian, Weststeiermark, 13,6 und Günter Fink, Wallern, Neusiedlersee 13,6 Punkte.

10. Weingut Piriwe, Traiskirchen, Thermenregion, 13,4.

Top-Ten Riesling 2004/2005.

1. Schloss Gobelburg, Kamptal, 17 Punkte.

2. Kurt Angerer, Lengenfeld, Kamptal, 16,8 Punkte.

3. Willi Bründlmayer, Langenlois, Kamptal, 16,7 Punkte.

4. Wolfgang Groll, Schiltern, Kamptal, 16,6 Punkte.

5. Willi Bründlmayer, Langenlois, Kamptal, 16,5 Punkte.

6. A. & F. Proidl, Senftenberg, Kremstal, 16,4.

7. Willi Bründlmayer, Langenlois, Kamptal und Weingut Stadt Krems, Kremstal, je 16,3 Punkte.

8. Winzerhof Dockner, Kremstal, 16,2 Punkte.

9. Mayer am Pfarrplatz, Wien und Reinhard Waldschütz, Strass, Kamptal je 16 Punkte.

10. Gerald Diem, Obermarkersdorf, Weinviertel und Hermann Moser, Rohrendorf, Kremstal, jeweils 15,9 Punkte.

Top-Ten Muskateller 2005.

1. Walter Skoff, Gamlitz, Südsteiermark, 16 Punkte.

2. Dreisiebner Stammhaus, Sulztal, Südstmk, 15,7.

3. Ploder-Rosenberg, St.Peter, Südost-Steiermark, 15,5

4. Erwin Tschermonegg, Glanz/Weinstrasse, Südstmk und Manfred Bannert, Obermarkersdf, Weinviertel, 15,3

5. Johann Diem, Hohenruppersdorf, Weinviertel, 14,6.

6. Günter Fink, Wallern, Neusiedlersee, 14,2 Punkte.

7. Hannes Harkamp, Flamberg, Südsteiermark, 14

8. Christian Kugel, Spielfeld, Südsteiermark und Günter Triebaumer, Rust, Neusiedlersee-Hügelld., 13,8

9. Weingut Krispel, Hof bei Straden, Südost-Stmk, 13,7

10. Willi Opitz, Illmitz, Neusiedlersee und Rudolf Rabl, Langenlois, Kamptal, 13,6 Punkte.


Top-Ten Sauvignon Blanc 2005.

1. Ploder-Rosenberg, St.Peter, Südost-Steiermark, 16,5

2. Hannes Sabathi, Kranachberg, Südsteiermark, 16,1

3. „Marko“, Lukas Markowitsch, Göttlesbrunn und Hannes Harkamp, Flamberg, Südsteiermark, 15,7.

4. Helmut Lang, Illmitz, Neusiedlersee und Manfred Tement, Berghausen, Südsteiermark, 15,6.

5. Erwin Tschermonegg, Glanz, Südsteiermark, 15,3.

6. Stiftung Liechtenstein, Wilfersdorf, Weinviertel, 15.

7. Dreisiebner Stammhaus, Sulztal, Südstmk., 14,9.

8. Helmut Taubenschuss, Poysdorf, Weinviertel und Mayer am Pfarrplatz, Wien, 14,8 Punkte.

9. G. Triebaumer, Rust, Neusiedlersee-Hügelland, 14,7.

10. Walter Skoff, Gamlitz, Südsteiermark und Weingut Sonnhof-Jurtschitsch, Langenlois, Kamptal, 14,4 Punkte


Die Verkostungsnotizen aller Weine finden Sie im ÖGZ-Artikel
und im Wine-Guide-Austria.
© by Helmut Knall
last modified: 2007-07-18 19:43:20

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