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Große Weine für den goldenen Herbst.

Wieder einmal zeigte unsere Verkostung das beeindruckende Niveau kräftiger österreichischer Weißweine.

Wieder nahm die ÖGZ gemeinsam mit Wine-Times die saisonal passenden Weine unter die Lupe. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Große Weine für den goldenen Herbst.
Goldene Weine im silbernen Schutzmantel.
Hintergrund
Weblinks


Wenn es kühler wird, kommt auch die Zeit für reifere, kräftigere Weißweine. Denn auch zum Wild muss es nicht immer Rotwein sein: Ein kräftiger Weißer aus dem Burgunder-Sortenspiegel, aber auch ein Grüner Veltliner mit Schmelz und Reife kann hier seinen Charme voll ausspielen.

Da darf dann auch ein wenig Botrytis oder auch etwas Restsüße dabei sein. Leider ist es immer noch so, dass in Österreich die Weine in der Regel viel zu jung getrunken werden, daher erreichten uns trotz des Aufrufes, doch einmal gereifte Weißweine einzusenden, vor allem eher junge Weine aus den Jahrgängen 2006 und 2005: Denn die reiferen
Jahrgänge sind meist einfach ausverkauft.

Reif für reife Weine?

Reif für reife Weine?
Das Weinquartett wurde diesmal prominent verstärkt...
Wie schade das ist, zeigt der Gesamtsieger: der Chardonnay Reserve vom Weingut Juris aus dem Jahr 2004.

Gerade erst am Beginn seiner Reife brillierte er mit einem Aromen-Spektrum, Struktur und Finesse und erhielt mit 18,7 Punkten die höchste Wertung, die in unseren ÖGZ-Saisonalverkostungen jemals ein trockener
Weißwein erhalten hat. Axel und Herta Stieglmar ließen uns mit diesem Wein nachdenklich werden, ob es wirklich Sinn macht, ganz Gols auf Rotwein umzustellen …

Dass ein wenig Restsüße sehr stimmig sein kann, zeigte die Chardonnay Reserve 2006 vom Bio-Weingut Diwald am Wagram. Sie landete in unserer Blindverkostung ex aequo mit dem Chardonnay „Nußdoza“ von Franz-Michael Mayer aus Wien am zweiten Platz. Dieser Chardonnay vom Nussberg enthält 25 % Chardonnay-Klone aus Mendoza in Argentinien, die der „FM“ hier in Grinzing ausgepflanzt
hat: Er konnte uns damit schon in den letzten Jahren überzeugen.

Der dritte Stockerlplatz geht wieder nach Gols. Judith Beck konnte mit ihrem gut gereiften Pannobile 2002 (danke, Judith!) voll überzeugen und holte sich den dritten Platz in der Gesamt- und Einzelwertung.

Chardonnay ganz vorne.

Ein wenig erstaunlich, dass alle Spitzenplätze an Chardonnay gingen, erst auf Platz 4 findet sich mit dem Pfaffenberg von Rainer Wess der erste Grüne Veltliner.

Allerdings sind es nur zwei Zehntel Unterschied zum dritten Platz. Die Qualität ist allerdings wirklich durchgängig extrem hoch, immerhin finden sich 25 Weine innerhalb eines einzigen Punktes. Kein einziger Wein
in unserer Verkostung enttäuschte wirklich, der einzige Wermutstropfen war wieder einmal die hohe Kork-Rate. So konnten zwei Weine gar nicht in die Wertung genommen werden, und mehr als zehnmal wurde die
zweite Flasche geöffnet – das sind über 15 %.

Beim Chardonnay ist das „Ländermatch“ von den Burgenländern dominiert, neben Juris konnten Judith Beck und Ziniel punkten; auf den Plätzen Wien mit F.M. Mayer, Wieninger und Edlmoser sowie Walter Skoff und das Weingut Strauss aus der Südsteiermark; Artner und Marko aus Carnuntum und Topf und Bründlmayer scorten für das Kamptal sowie Roman Pfaffl für das Weinviertel.

Besonders gut waren auch die Grauburgunder, hier konnte Willi Bründlmayer mit seinem Langenloiser Spiegel und wieder F.M. Mayer mit seinem Platinum, sowie Walter Skoff punkten. Sehr erfreulich der rasante Aufstieg des Weingutes Cobenzl in Wien, das alle eingereichten Weine über die 17-Punkte-Hürde brachte.

Veltliner souverän.

Beim Veltliner geht der Sieg mit Rainer Wess zwar in die Wachau, auf den Stockerl-Plätzen landeten aber gleich zwei Aufsteiger: Fritz Salomon vom Gut Oberstockstall am Wagram und Erwin Poller vom Pollerhof im Weinviertel.

Diese beiden Regionen fielen durchaus positiv auf, vom Wagram punkteten noch die Weingüter Diwald, Fritz und Söllner, aus dem Weinviertel gefielen Pfaffl, Norbert Bauer, Schloss Maissau und Dürnberg.

Leider wurden nur fünf Traminer eingereicht, die waren dafür allerdings ganz ausgezeichnet. Hier haben diesmal die Südtiroler die österreichischen Vertreter knapp geschlagen, wir freuen uns aber schon auf eine Revanche mit höherer österreichischer Beteiligung beim ÖGZ
Winterwein-Cup.

Ein Riesen-Dankeschön geht an das Team vom RieGi, das uns nicht nur eine perfekt vorbereitete Blindprobe ermöglichte, sondern uns auch noch auf allerhöchstem Niveau von Harald Riedl bekochen liess. Dieses Erlebnis können wir Ihnen nur wärmstens empfehlen. Schauen Sie doch einmal vorbei in der Schaufflergasse 6 (zwischen Ballhausplatz und Michaelerplatz).

Alle Verkostungsnotizen und Fotos finden Sie über den Link.
© by Helmut Knall
last modified: 2007-11-04 17:07:53

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